Was kostet eine Website 2026? Realistische Preise für kleine Unternehmen
„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage im Erstgespräch — und die mit der schlechtesten Standard-Antwort. Seriöse Angebote für Unternehmens-Websites bewegen sich 2026 zwischen 2.500 € und 25.000 €, je nach Umfang, Anspruch und Technik. Dieser Leitfaden zeigt realistische Preisspannen nach Projekttyp, rechnet drei typische Projekte beispielhaft durch, benennt die laufenden Kosten, die in vielen Angeboten fehlen — und gibt Ihnen eine Entscheidungshilfe, welcher Weg zu Ihrem Vorhaben passt. Wer es eilig hat: Unser Website-Kosten-Rechner liefert in zwei Minuten eine erste Spanne für Ihr konkretes Projekt.
Die kurze Antwort — drei Zahlen statt einer
Eine einzige Zahl kann es nicht geben, aber drei Ankerwerte helfen bei der Orientierung: Eine kompakte, professionell umgesetzte Unternehmens-Website beginnt bei etwa 2.500 €. Die meisten KMU-Projekte mit CMS, individueller Gestaltung und sauberer Suchmaschinen-Grundlage landen zwischen 5.000 und 12.000 €. Und wer Schnittstellen, Mehrsprachigkeit oder einen Online-Shop braucht, sollte ab 10.000 € aufwärts kalkulieren. Alles darunter ist entweder ein Baukasten in Eigenregie — völlig legitim für den Start — oder ein Angebot, das an anderer Stelle spart. Woran Sie das erkennen, steht weiter unten bei den Warnsignalen.
Der Markt in drei Preisklassen
Der deutsche Markt für Unternehmens-Websites sortiert sich grob in drei Klassen. Wer sie kennt, wählt nicht die günstigste, sondern die passende:
- Baukasten & Eigenbau (500 – 2.500 €): Wix, Squarespace, Webflow oder ein WordPress-Template in Eigenregie. Geeignet für Einzelunternehmer, die schnell und günstig online wollen. Die Grenzen: generisches Design, wenig SEO-Substanz, und die eigene Arbeitszeit taucht in keiner Rechnung auf.
- KMU-Agentur & kleine Studios (2.500 – 12.000 €): Individuelle Websites mit CMS, SEO-Grundlage und sauberer Code-Basis. In dieser Klasse werden die meisten professionellen Unternehmens-Websites in Deutschland umgesetzt — hier arbeiten auch wir, mit transparenten Festpreisen ab 2.500 €.
- Mittelstand bis Enterprise (12.000 – 50.000+ €): Individuelle Designs, Headless-Architekturen, komplexe Integrationen, mehrsprachige Systeme, laufende Betreuungsverträge. Für Unternehmen mit eigener Marketing-Abteilung oder internationaler Zielgruppe.
Preise nach Projekttyp — die Übersicht
Die folgenden Spannen entsprechen aktuellen Marktpreisen für seriöse Umsetzungen durch Einzelentwickler und kleine Agenturen im deutschsprachigen Raum (Stand Juli 2026, netto zzgl. MwSt.):
| Projekttyp | Preisspanne | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| Einseitige Landingpage | 1.500 – 3.500 € | 5–7 Sektionen, ein Angebot, Kontaktformular |
| Kompakte Unternehmens-Website | 3.500 – 7.500 € | 5–10 Seiten, CMS, Basis-SEO |
| Mittelgroße Unternehmens-Website | 7.500 – 18.000 € | 10–25 Seiten, erweiterte SEO, ggf. mehrsprachig |
| Online-Shop (Shopify, Theme-basiert) | 4.000 – 9.000 € | Standard-Theme angepasst, Zahlarten, Rechtstexte |
| Online-Shop (Shopify Custom / Shopware 6) | 10.000 – 35.000 € | Eigenes Design, Schnittstellen, Migration |
| Website-Relaunch | 4.500 – 15.000 € | Bestehende Domain, Content-Migration, Weiterleitungen |
| Branchen-Website (Arzt, Anwalt, Makler) | 4.500 – 14.500 € | Branchenrecht, Termin-/Objekt-Funktionen |
| Headless-Architektur (Next.js) | 12.000 – 40.000 € | Entkoppeltes Frontend, Content-Backend, APIs |
Für einzelne Projekttypen haben wir eigene, detaillierte Kostenaufstellungen: für Online-Shops im Beitrag Online-Shop erstellen lassen: Kosten realistisch kalkuliert und für Handwerksbetriebe unter Was kostet eine Handwerker-Website? — die Zeit nach dem Livegang behandelt der Abschnitt zu den laufenden Kosten weiter unten.
Drei Beispielrechnungen aus der Praxis
Abstrakte Spannen werden greifbarer, wenn man konkrete Vorhaben durchrechnet. Die folgenden drei Beispiele entsprechen typischen Anfragen — und denselben Sätzen, mit denen auch unser Kosten-Rechner kalkuliert:
- Handwerksbetrieb, 5 Seiten: Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt — dazu eine saubere SEO-Grundoptimierung, damit der Betrieb lokal gefunden wird. Realistische Spanne: 2.900 – 3.900 €. Das entspricht unserem Starter-Paket-Bereich.
- Beratungsunternehmen, 12 Seiten mit CMS: Mehrere Leistungsseiten, Team, Karriere, News-Bereich — die Inhalte pflegt das Unternehmen künftig selbst, das Design ist individuell statt Template. Realistische Spanne: 6.000 – 8.100 €.
- Shopify-Shop mit überschaubarem Sortiment: Theme-basiertes Design, Zahlarten und Versandregeln, Shop-Erweiterungen wie Produktfilter, dazu zwölf Monate Wartung. Realistische Spanne: 5.100 – 6.900 € — zuzüglich der monatlichen Plattformgebühren, dazu gleich mehr.
Alle drei Rechnungen zeigen dasselbe Muster: Der Grundpreis für professionelle Arbeit ist relativ stabil, die Unterschiede entstehen durch Seitenumfang und Zusatzfunktionen. Genau deshalb ist ein Angebot ohne definierten Umfang keines.
Was den Preis wirklich treibt
Der größte Hebel ist fast nie das Design — es sind vier andere Faktoren, die Angebote auseinandertreiben:
- Scope-Klarheit vor Projektstart: Ein Festpreis-Angebot über 5.000 € ohne sauber definierten Funktionsumfang entgleist regelmäßig. Je konkreter Ziel, Seitenstruktur und Features definiert sind, desto genauer wird das Angebot — und desto weniger Nachträge entstehen.
- Content-Bereitstellung: Wer Texte, Bilder und Logo zu Projektstart bereitstellt, spart 10–20 % gegenüber dem Szenario, in dem die Agentur Texte miterstellt. Content kostet entweder Zeit oder Geld — beides zählt. Zur Einordnung: Professionelle Texterstellung liegt bei uns bei 120 € pro Seite.
- Integrationen: Jede Schnittstelle zu externen Systemen (CRM, Praxisverwaltung, ERP, Reservierungs-Plattformen) kostet je nach Dokumentation und Komplexität der API pauschal 500–3.000 €.
- Performance-Anforderungen: Core Web Vitals auf einer alten WordPress-Installation auf Grün zu bringen kostet oft mehr als eine Neuentwicklung auf moderner Basis. Wer aggressive Performance-Ziele setzt, schreibt Infrastruktur vor — nicht nur Optik. Wo Ihre aktuelle Website steht, zeigt unser kostenloser Website-Check.
Laufende Kosten, die zum Budget gehören
Die Einmalkosten sind nur ein Teil der Gesamtrechnung. Seriöse Budgetplanung rechnet mit laufenden Posten — realistisch sind je nach Projekt 80 bis 500 € monatlich:
| Posten | Kosten | Anmerkung |
|---|---|---|
| Hosting | 10 – 60 € / Monat | je nach Plattform (Vercel, Hetzner, Managed WordPress) |
| Domain | 10 – 25 € / Jahr | bleibt in Ihrem Besitz |
| Wartung & Updates | 50 – 300 € / Monat | Updates, Backups, Monitoring, Sicherheits-Checks |
| SSL-Zertifikat | kostenlos | in der Regel via Let’s Encrypt inklusive |
| Shop-Plattform (Shopify, Shopware Cloud) | 29 – 300 € / Monat | nur bei E-Commerce |
| Termin- / Reservierungs-Plattform | 50 – 300 € / Monat | branchenspezifisch |
Der größte Posten ist die Wartung — und zugleich der am häufigsten gestrichene. Warum das eine schlechte Idee ist und was ein fairer Wartungsvertrag leistet, haben wir im Beitrag zu den Website-Wartungskosten aufgeschlüsselt; unser eigenes Angebot dazu finden Sie unter Wartung & Support.
Entscheidungshilfe: Welcher Weg passt zu Ihrem Projekt?
Statt nach dem Preis zu entscheiden, entscheiden Sie besser nach dem Vorhaben. Gehen Sie die Fragen der Reihe nach durch — die erste, die zutrifft, weist den Weg:
- Sie testen eine Geschäftsidee oder haben unter 2.500 € Budget? Dann ist ein Baukasten in Eigenregie ehrlich der richtige Start. Eine Agentur, die Ihnen in dieser Lage eine 5.000-€-Website verkauft, berät schlecht.
- Sie brauchen bis zu 10 Seiten und die Inhalte ändern sich selten? Eine kompakte Agentur-Website für 2.500 – 7.500 € ist die wirtschaftlichste Lösung — professionell gestaltet, technisch sauber, ohne CMS-Ballast.
- Sie wollen Inhalte regelmäßig selbst pflegen — News, Blog, Team-Seiten? Dann gehört ein CMS ins Projekt (5.000 – 12.000 €). Ob klassisches WordPress oder ein modernes Headless-Setup die bessere Wahl ist, hängt von Redaktionsprozess und Performance-Anspruch ab.
- Sie verkaufen online? Dann ist es ein Shop-Projekt mit eigener Kostenlogik — von der Plattformwahl bis zu den laufenden Gebühren. Einstieg über unsere Seite Online-Shop erstellen.
- Es gibt schon eine Website, aber sie ist veraltet? Dann sprechen wir über einen Relaunch (4.500 – 15.000 €) — mit Content-Migration und Weiterleitungskonzept, damit bestehende Rankings nicht verloren gehen.
- Sie brauchen Schnittstellen, Mehrsprachigkeit oder ein Kundenportal? Dann ist es ein Individualprojekt ab etwa 12.000 € — hier führt kein Weg an einem sauberen Anforderungs-Workshop vor dem Angebot vorbei.
Förderung: Wann der Staat mitzahlt
Ein oft übersehener Budgetposten mit umgekehrtem Vorzeichen: Digitalisierungsvorhaben können förderfähig sein. In Bayern deckt der Digitalbonus je nach Variante bis zu 10.000 € (Standard) beziehungsweise 50.000 € (Plus) Zuschuss ab — allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Eine reine Standard-Website gilt nicht als förderfähig, das Vorhaben braucht echten Digitalisierungscharakter, etwa Prozess-Automatisierung oder Schnittstellen zur Warenwirtschaft. Die Details, Antragswege und typischen Stolperfallen erklärt unser Beitrag zum Digitalbonus Bayern; einen Überblick über alle Programme gibt die Seite Fördermittel für Websites.
Warnsignale — Angebote, bei denen Sie skeptisch sein sollten
Ein zu günstiges Angebot ist oft teurer als ein teures. Einige Warnsignale:
- Festpreise unter 800 € für „individuelle“ Websites: Entweder reines Template ohne Anpassung oder eine Kalkulation, die bei Nachbesserungen zusammenbricht.
- Keine schriftliche Scope-Definition: Ohne klaren Funktionsumfang werden Nachbesserungen später teuer — oder die Qualität leidet, weil keiner weiß, was er schuldet.
- Intransparente Stundensätze statt Festpreis: Bei kleinen Projekten ein Risiko. Festpreise schützen beide Seiten.
- Keine Nennung des CMS oder der Technologie: Wer das verschweigt, liefert oft ein System, das Sie langfristig an einen Anbieter bindet.
- Keine Referenzen oder nur Screenshots: Fragen Sie nach Live-URLs umgesetzter Projekte — nicht nach Bildern.
- Laufende Kosten fehlen im Angebot: Wer Hosting, Wartung und Plattformgebühren nicht erwähnt, verschiebt die Diskussion nur auf später.
Ab wann rechnet sich die Investition?
Eine Website ist kein Kostenposten, sondern eine Investition — aber nur, wenn sie messbar Anfragen, Verkäufe oder Bewerbungen bringt. Die pragmatische Rechnung: Beträgt Ihre durchschnittliche Neukunden-Marge 1.500 € und bringt die neue Website konservativ zwei zusätzliche Anfragen pro Monat, amortisiert sich ein 6.000-€-Projekt in zwei bis drei Monaten. Für Handwerksbetriebe mit einer Durchschnittsauftragssumme von 3.000 € reicht oft schon ein zusätzlicher Auftrag pro Quartal. Entscheidend ist, dass die Website überhaupt messbar Leads bringt — sauberes Conversion-Tracking gehört deshalb in jedes Projekt, nicht in die Wunschliste.
Was kostet eine Website in München speziell?
Münchner Agenturpreise liegen tendenziell 10–20 % über dem bundesdeutschen Durchschnitt — wegen höherer Lohnkosten und spezialisierter Positionierung. Gleichzeitig ist die Auswahl an qualifizierten Anbietern groß, die Verhandlungsposition für Auftraggeber also nicht schlechter. Faire Spannen für Münchner Anbieter 2026: kompakte Unternehmens-Website 4.000 – 8.500 €, mittelgroße Website 8.500 – 20.000 €, E-Commerce mit Shopify oder Shopware 5.500 – 35.000 €. Worauf es bei der Anbieterwahl vor Ort ankommt, zeigt unsere Seite Webdesign-Agentur München.
Unsere Preise: transparent ab 2.500 €
Weil dieser Beitrag Transparenz von anderen fordert, hier unsere eigenen Zahlen: Wir arbeiten mit drei Festpreis-Paketen — Starter ab 2.500 € (bis 5 Seiten, responsives Design, SEO-Grundoptimierung), Professional ab 5.000 € (bis 15 Seiten, CMS-Integration, erweiterte SEO und Performance-Optimierung) und Enterprise individuell ab 15.000 € für komplexe Projekte mit Schnittstellen und Mehrsprachigkeit. Alle Preise netto, mit Festpreis-Garantie vor Projektstart — die Details stehen auf unserer Preisseite, und verbindlich wird es im kostenlosen Erstgespräch.
Fazit
Professionelle Unternehmens-Websites kosten 2026 zwischen 2.500 € für kompakte Auftritte und 25.000 € für komplexe mehrsprachige Projekte; die meisten KMU-Projekte mit CMS liegen bei 5.000 bis 12.000 €. Den Preis treiben nicht das Design, sondern Scope-Klarheit, Content-Bereitstellung, Schnittstellen und Performance-Anforderungen. Zu den Einmalkosten kommen laufende Posten für Hosting, Wartung und Plattformgebühren von realistisch 80 bis 500 € monatlich. Angebote unter 800 € für individuelle Websites, ohne schriftlichen Funktionsumfang oder ohne Technologie-Angabe sind Warnsignale. Sauber getrackt amortisieren sich KMU-Projekte typischerweise in zwei bis sechs Monaten durch zusätzliche Anfragen.
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