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Webdesign
5. Mai 202611 Min. Lesezeit

Was kostet eine Website 2026? Realistische Preise für kleine Unternehmen

„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage im Erstgespräch — und die mit der schlechtesten Standard-Antwort. Seriöse Angebote für Unternehmens-Websites bewegen sich 2026 zwischen 2.500 € und 25.000 €, je nach Scope, Ansprüchen und Scope. Dieser Beitrag zeigt realistische Preisranges, was sie beinhalten und woran Sie erkennen, dass ein Angebot entweder zu billig oder zu teuer ist.

M² WEBVISION

Digitalagentur aus München

Der Markt in drei Preisklassen

Der deutsche Markt für Unternehmens-Websites sortiert sich grob in drei Klassen. Wer sich als Auftraggeber positioniert, profitiert davon, diese Klassen zu kennen — nicht um die günstigste zu wählen, sondern um die passende.

  • Baukasten & Freelancer (500 – 2.500 €): Wix, Webflow, Squarespace, WordPress-Templates. Geeignet für Einzelunternehmer, die schnell online wollen. Limitationen: wenig SEO-Potenzial, generisches Design, schwache Performance bei komplexem Bedarf.
  • KMU-Agentur & kleine Studios (2.500 – 12.000 €): Individuelle Websites mit CMS, SEO-Grundlage, sauberer Code-Basis. Die Preisklasse, in der die meisten professionellen Unternehmens-Websites in Deutschland abgewickelt werden.
  • Mittelstand bis Enterprise (12.000 – 50.000+ €): Individuelle Designs, Headless-Architekturen, komplexe Integrationen, mehrsprachige Systeme, laufende Betreuungsverträge. Für Unternehmen mit eigener Marketing-Abteilung oder internationaler Zielgruppe.

Preise nach Projekttyp — konkrete Ranges

Die folgenden Ranges entsprechen aktuellen Marktpreisen für seriöse Umsetzungen durch Einzelentwickler und kleine Agenturen im deutschsprachigen Raum (netto, zzgl. MwSt.):

  • Einseitige Landingpage (5-7 Sektionen, ein Angebot): 1.500 – 3.500 €
  • Kompakte Unternehmens-Website (5-10 Seiten, CMS, Basis-SEO): 3.500 – 7.500 €
  • Mittelgroße Unternehmens-Website (10-25 Seiten, mehrsprachig möglich, erweiterte SEO): 7.500 – 18.000 €
  • E-Commerce mit Shopify (Standard-Theme, angepasst): 4.000 – 9.000 €
  • E-Commerce mit Shopify Custom oder Shopware 6: 10.000 – 35.000 €
  • Website-Relaunch (bestehende Domain, Content-Migration): 4.500 – 15.000 €
  • Branchen-spezifische Website (Arzt, Anwalt, Makler): 4.500 – 14.500 €
  • Headless-Architektur (Next.js + Content-Backend): 12.000 – 40.000 €

Was den Preis wirklich treibt

Der größte Hebel ist fast nie das Design — es sind vier andere Faktoren, die Angebote auseinandertreiben:

  • Scope-Klarheit vor Projektstart: Ein Festpreis-Angebot über 5.000 € ohne sauber definierten Funktionsumfang entgleist regelmäßig. Je konkreter Ziel, Seitenstruktur und Features definiert sind, desto genauer wird das Angebot — und desto weniger Nachträge entstehen.
  • Content-Bereitstellung: Wer Texte, Bilder und Logo zu Projektstart bereitstellt, spart 10–20 % gegenüber dem Szenario, in dem die Agentur Texte miterstellt. Content kostet entweder Zeit oder Geld — beides zählt.
  • Integrationen: Jede Schnittstelle zu externen Systemen (CRM, PVS, ERP, Reservierungs-Plattformen) kostet pauschal 500–3.000 €, abhängig von Dokumentation und Komplexität der API.
  • Performance-Anforderungen: Core Web Vitals auf grün zu bringen auf einer alten WordPress-Installation kostet oft mehr als eine komplette Neuentwicklung auf Next.js. Wer aggressive Performance-Ziele setzt, schreibt Infrastruktur vor — nicht nur Optik.

Laufende Kosten, die zum Budget gehören

Die Einmalkosten sind nur ein Teil der Gesamtrechnung. Seriöse Budgetplanung rechnet mit laufenden Posten:

  • Hosting: 10 – 60 € monatlich, je nach Plattform (Vercel, Hetzner, managed WordPress)
  • Domain: 10 – 25 € jährlich
  • Wartung & Updates: 50 – 300 € monatlich für regelmäßige Plugin-Updates, Backups, Sicherheits-Checks
  • SSL-Zertifikat: in der Regel kostenlos via Let’s Encrypt
  • E-Commerce-Plattform-Gebühren (Shopify, Shopware Cloud): 29 – 300 € monatlich
  • Reservierungs- oder Terminbuchungs-Plattformen: 50 – 300 € monatlich (branchenspezifisch)

Red Flags — Angebote, bei denen Sie skeptisch sein sollten

Ein zu günstiges Angebot ist oft teurer als ein teures. Einige Warnsignale:

  • Festpreise unter 800 € für individuelle Websites: Entweder reines Template ohne Anpassung oder eine Kalkulation, die bei Nachbesserungen zusammenbricht.
  • Keine schriftliche Scope-Definition: Ohne klaren Funktionsumfang werden Nachbesserungen später teuer — oder die Qualität leidet, weil keiner weiß, was er schuldet.
  • Intransparente Stundensätze statt Festpreis: Bei kleinen Projekten ein Risiko. Festpreise schützen beide Seiten.
  • Keine Nennung des CMS oder der Technologie: Wer das verschweigt, liefert oft ein System, das Sie langfristig an einen Anbieter bindet.
  • Keine Referenzen oder nur Stockbilder auf der Agentur-Seite: Frage ehrlich nach Live-URLs von umgesetzten Projekten — nicht nach Screenshots.

ROI — ab wann amortisiert sich eine Website?

Eine Website ist kein Kostenposten, sondern eine Investition — aber nur, wenn sie messbar Anfragen, Verkäufe oder Leads generiert. Die pragmatische Rechnung:

Wenn Ihre durchschnittliche Neukunden-Marge 1.500 € beträgt und Ihre neue Website konservativ 2 zusätzliche Anfragen pro Monat bringt, amortisiert sich ein 6.000-€-Projekt in zwei bis drei Monaten. Für Handwerksbetriebe mit einer Durchschnittsauftragssumme von 3.000 € reicht oft schon ein zusätzlicher Auftrag pro Quartal. Entscheidend ist, dass die Website überhaupt messbar Leads bringt — sauberes Conversion-Tracking ist Pflicht.

Was kostet eine Website in München speziell?

Münchner Agenturpreise liegen tendenziell 10-20 % über dem bundesdeutschen Durchschnitt — wegen höherer Lohnkosten und spezialisierter Positionierung. Gleichzeitig ist die Auswahl an qualifizierten Anbietern sehr groß, die Verhandlungsposition für Auftraggeber also nicht schlechter. Faire Preisranges für Münchner Anbieter 2026:

  • Kompakte Unternehmens-Website: 4.000 – 8.500 €
  • Mittelgroße Unternehmens-Website: 8.500 – 20.000 €
  • E-Commerce mit Shopify/Shopware: 5.500 – 35.000 €

Unser interaktiver Website-Kosten-Rechner gibt eine erste Orientierung in unter zwei Minuten.

Fazit

Realistische Preise für professionelle Unternehmens-Websites bewegen sich 2026 zwischen 2.500 € für kompakte Landingpages und 25.000 € für komplexe mehrsprachige Auftritte. Die preisbestimmenden Faktoren sind selten das Design, sondern Scope-Klarheit, Content-Bereitstellung, externe Integrationen und Performance-Anforderungen. Angebote unter 800 € für individuelle Websites sind mit Skepsis zu betrachten, ebenso Angebote ohne schriftliche Scope-Definition oder ohne klare Technologie-Angabe. Neben den Einmalkosten sollten laufende Posten für Hosting, Wartung und Plattform-Gebühren einkalkuliert werden — realistisch 80 bis 500 € monatlich, je nach Projekt. Wer die Investition sauber tracked, sieht bei KMU-Projekten typischerweise Amortisation nach zwei bis sechs Monaten durch zusätzliche Anfragen oder Verkäufe.