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Ratgeber

Woran Sie eine gute Webagentur erkennen

7 prüfbare Kriterien, 6 Warnsignale und 10 Fragen für das Erstgespräch. Damit Sie Angebote vergleichen können — egal, ob Sie am Ende mit uns arbeiten oder nicht.

Warum die Auswahl so schwer ist

Webdesign ist kein geschützter Beruf. Zwischen dem Studenten mit Baukasten-Vorlage und der Agentur mit 50 Mitarbeitenden liegt preislich der Faktor hundert — und von außen sehen die Angebote oft gleich aus. Dazu kommt: Die meisten Auftraggeber vergeben so ein Projekt zum ersten Mal und können die Qualität erst beurteilen, wenn das Geld ausgegeben ist.

Die gute Nachricht: Sie müssen kein Technik-Experte sein, um seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden. Die folgenden sieben Kriterien kann jeder prüfen — mit einem Browser, zehn Minuten Zeit und den richtigen Fragen.

7 Kriterien

Was eine gute Webagentur auszeichnet

Prüfbare Referenzen mit Live-Links

Eine seriöse Agentur verlinkt ihre Projekte, damit Sie sie selbst besuchen können. Klicken Sie Referenzen an: Lädt die Seite schnell? Funktioniert sie auf dem Smartphone? Steht die Agentur im Impressum oder Footer? Anonyme Logos ohne Link sind kein Beleg — jeder kann ein Logo auf seine Website setzen.

Transparente Preise

Niemand kann Ihr Projekt ungesehen exakt beziffern — aber eine gute Agentur nennt öffentlich Preisspannen und erklärt, wovon der Preis abhängt. Wenn Sie erst nach drei Gesprächen eine Zahl hören, hängt das Angebot oft mehr von Ihrem Auftreten ab als vom Aufwand.

Ein fester Ansprechpartner

Fragen Sie konkret: Wer konzipiert, wer entwickelt, wer antwortet, wenn etwas klemmt? Bei großen Agenturen sprechen Sie im Verkaufsgespräch mit einem Senior und im Projekt mit wechselnden Junioren. Je kürzer der Weg zwischen Ihnen und der Person, die tatsächlich baut, desto besser das Ergebnis.

Klare Aussage zu Wartung und Folgekosten

Eine Website ist nach dem Launch nicht fertig: Updates, Backups, Sicherheit, kleine Änderungen. Eine gute Agentur legt die laufenden Kosten vor Vertragsschluss offen — mit Paketen und Reaktionszeiten. Wenn zum Betrieb nach Übergabe nichts kommt, kommt später die Überraschungsrechnung.

Code, Domain und Zugänge gehören Ihnen

Domain auf Ihren Namen, Zugriff auf Hosting und Quellcode, Dokumentation zur Übergabe. Prüfen Sie das vertraglich: Bei Miet- und Baukastenmodellen gehört die Website oft der Agentur — bei einer Kündigung fangen Sie bei null an. Ein Wechsel zu einem anderen Dienstleister muss möglich bleiben.

Messbare Qualität statt Geschmacksfragen

Design ist Geschmackssache, Technik nicht. Testen Sie die Referenzen (und die Agentur-Website selbst) mit Googles PageSpeed Insights: Ladezeit, Core Web Vitals, Mobile-Darstellung. Eine Agentur, die Performance verspricht, deren eigene Seite aber 8 Sekunden lädt, hat ihre Antwort schon gegeben.

DSGVO und Barrierefreiheit im Standard

Cookie-Consent, Auftragsverarbeitung, EU-Hosting und seit dem BFSG auch Barrierefreiheit sind keine Extras, die man dazubuchen sollte — sie gehören in jedes Angebot. Fragen Sie, wie die Agentur damit standardmäßig umgeht. Ein Schulterzucken an dieser Stelle wird später Ihr Rechtsrisiko.

Warnsignale

Wann Sie skeptisch werden sollten

Garantierte Google-Rankings

»Platz 1 bei Google — garantiert« kann niemand seriös versprechen. Google selbst warnt vor solchen Angeboten. Wer damit wirbt, verkauft entweder Anzeigen oder Luft.

Anonyme oder nicht verlinkte Referenzen

Referenzen, die man nicht besuchen kann, sind Behauptungen. Gleiches gilt für Bewertungszahlen ohne Quelle — echte Bewertungen haben ein verlinkbares Profil (Google, ProvenExpert).

100 % Vorkasse

Übliche Modelle sind Teilzahlungen nach Meilensteinen (z. B. 30/40/30). Volle Vorkasse verschiebt das komplette Risiko auf Sie.

Mietmodelle mit langer Laufzeit

»Website ab 99 €/Monat« klingt günstig — gerechnet auf 48 Monate Mindestlaufzeit zahlen Sie oft mehr als für ein Kaufprojekt, und die Website gehört Ihnen am Ende trotzdem nicht.

Baukasten als Individualentwicklung verkauft

Gegen Wix, Jimdo oder ein gekauftes Theme ist nichts einzuwenden — solange es ehrlich benannt und ehrlich bepreist wird. Ein 500-€-Template für 8.000 € als »maßgeschneidert« zu verkaufen, ist das eigentliche Problem.

Druck und künstliche Verknappung

»Nur diese Woche zum Aktionspreis« hat bei einem Projekt, das Sie Jahre begleiten soll, nichts verloren. Eine gute Agentur gibt Ihnen Zeit, das Angebot zu prüfen und zu vergleichen.

Checkliste

10 Fragen für das Erstgespräch

Stellen Sie jedem Anbieter dieselben Fragen — dann werden die Angebote vergleichbar. Eine gute Agentur beantwortet alle zehn ohne Ausweichen.

  1. 1Können Sie mir drei Referenzen nennen, die ich besuchen und deren Betreiber ich fragen darf?
  2. 2Wer genau arbeitet an meinem Projekt — und mit wem spreche ich im Alltag?
  3. 3Was kostet mein Projekt als Festpreis, und was ist darin enthalten?
  4. 4Welche laufenden Kosten kommen nach dem Launch auf mich zu?
  5. 5Wem gehören Domain, Hosting-Zugänge und Quellcode nach dem Projekt?
  6. 6Wie gehen Sie mit DSGVO und Barrierefreiheit (BFSG) um?
  7. 7Welche Ladezeit-Werte erreichen Ihre letzten drei Projekte in PageSpeed Insights?
  8. 8Was passiert, wenn ich später zu einem anderen Dienstleister wechseln will?
  9. 9Wie läuft das Projekt ab — welche Meilensteine, welche Zahlungsschritte?
  10. 10Was liefern Sie zur Übergabe: Dokumentation, Einweisung, Schulung?
Transparenz

Und wie schneiden wir selbst ab?

Fair ist: Wir legen dieselben Maßstäbe an uns an. Unsere Preise stehen öffentlich auf der Website, jedes Projekt bekommt einen Festpreis vor Start, und Sie sprechen direkt mit dem Gründer, der Ihre Website auch tatsächlich entwickelt. Code und Domain gehören Ihnen, inklusive Dokumentation zur Übergabe.

Genauso ehrlich: M² WEBVISION ist eine junge Agentur. Sie finden bei uns keine Wand aus fünfzig Kundenlogos, sondern wenige, dafür ausführlich dokumentierte Projekte — mit Live-Link, Technik-Details und messbaren Werten, die Sie selbst nachprüfen können.

Ob das für Ihr Projekt reicht, entscheiden Sie. Nutzen Sie die zehn Fragen aus der Checkliste ruhig auch bei uns — wir beantworten jede davon im kostenlosen Erstgespräch.

Sie wollen erst ein Gefühl für realistische Preise bekommen? Der Website-Kosten-Rechner liefert in zwei Minuten eine Orientierung. Oder prüfen Sie mit dem kostenlosen Website-Check, wo Ihre aktuelle Website technisch steht.

FAQ

Häufige Fragen

Erstgespräch

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